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Flexibilität im Fokus: Strategien für den Energiemarkt von morgen

Mittwoch, 04. März 2026

Die Energiewende bringt Bewegung in das Schweizer Stromnetz. Mit der massiven Zunahme der Produktion aus Photovoltaik steigt der Bedarf an Flexibilität, um das Netz stabil zu halten und gleichzeitig wirtschaftliche Chancen zu nutzen. Um diesen Wandel erfolgreich zu gestalten, setzen wir auf einen kontinuierlichen Wissenstransfer innerhalb unseres Netzwerks.

Um Erkenntnisse aus bestehenden Projekten zu teilen sowie aktuelles Wissen über Entwicklungen und Trends im Bereich Energie zu vermitteln und zu diskutieren, veranstaltet der Verein Energie Zukunft Schweiz regelmässige Webinare für unsere Mitglieder. Diese sind als prägnante Weiterbildungsformate konzipiert.

Unser Webinar letzte Woche bot spannende Einblicke rund um das Thema Flexibilität. Rund 20 Interessierte Fachpersonen aus Energieversorgungsunternehmen nahmen an der digitalen Session teil, um Antworten auf die entscheidenden Fragen der Branche zu finden: Welche Vermarktung ist am lukrativsten? Mit welchen Erlösen ist bis 2029 zu rechnen? Und wie lassen sich Flexibilitäten effizient bündeln?

Den wirtschaftlichsten Weg finden

Die Quellen für ein flexibleres Energiesystem sind vielfältig und reichen von klassischen Speichern (Batterien, Pumpspeicher) über die gezielte Steuerung der Produktion (z.B. Abregelung von PV oder Einsatz von Notstromaggregaten) bis hin zu Endverbrauchern wie grossen Wärmepumpen oder Ladestationen. Ein zentraler Teil des Webinars war die Analyse der verschiedenen Vermarktungsoptionen.

  • SDL/Regelenergie: Hier werden Flexibilitäten über Swissgrid vermarktet, um die Netzfrequenz stabil bei 50 Hz zu halten. Dies ist heute der wirtschaftlich attraktivste Bereich. Wir rechnen mit 100-150kCHF/MW im 2026.
  • Ausgleichsenergie: Durch ein neues Preismodell seit 2026 rückt die Prognosegenauigkeit noch mehr in den Fokus. Wer zum Netzgleichgewicht beiträgt, wird belohnt. Die Reduktion der Ausgleisenergie wird lukrativer. Deshalb testet der Verein 2026 den Einsatz von Flexibilitäten zur gezielten Reduktion der Kosten. Die Ergebnisse werden unter allen Vereinsmitgliedern geteilt.
  • Peak Shaving: Das Brechen von Lastspitzen hilft Verteilnetzbetreibern, Kosten bei den Leistungstarifen gegenüber dem Vorliegernetz einzusparen.
  • Engpassmanagement: Gezielte Entlastung an kritischen Netzpunkten kann kostspieligen Netzausbau vermeiden oder aufschieben.
  • Arbitrage am Spotmarkt: Durch die hohe Volatilität der Strompreise wird der Handel (Laden bei Tiefpreisen, Entladen bei Hochpreisen) immer lukrativer, erreicht aber aktuell noch nicht das Preisniveau des Regelenergiemarktes.

Ein wichtiger Trend für die kommenden Jahre ist das sogenannte Revenue Stacking. Dabei werden verschiedene Vermarktungsoptionen kombiniert, um die Absicherung zu erhöhen und das Maximum aus den vorhandenen Flexibilitäten herauszuholen. Ab 2027 und 2028 wird erwartet, dass neben SDL auch die Arbitrage und die Reduktion von Ausgleichsenergie einen grösseren Teil des Erlöspotenzials ausmachen werden.

Vermarktungsoptionen über die Zeit

EZS beurteilt Optionen laufend und holt mit unseren Flexibilitäten das Maximum raus.

Flexibilitäten über die Zeit

Aus der Praxis für die Praxis

Theoretisches Wissen ist gut, praktische Erfahrung ist besser. Im Webinar wurden konkrete Pilotprojekte vorgestellt, darunter die Entwicklung und Einbindung von Batteriespeichern und die Teilnahme eines Notstromgenerators am Regelmarkt. Diese Beispiele zeigen, dass die technische Umsetzung bereits heute funktioniert und Erträge liefert.

Im Rahmen des Vereins EZS bündeln wir unsere Flexibilitäten in einem gemeinsamen Pool. Dieses Vorgehen ermöglicht es unseren Mitgliedern, von gemeinsamen Learnings und einer starken Verhandlungsposition am Markt zu profitieren. Der Verein bietet ein umfassendes Sorglos-Paket: Von der technischen Integration der Flexibilitäten bis hin zur Ertragsmaximierung übernehmen wir die gesamte Abwicklung. Dabei halten wir unsere Mitglieder über alle Marktneuheiten kontinuierlich auf dem Laufenden. 

Joshua Good
Projektleiter des Vereins Energie Zukunft Schweiz

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Ihr Ansprechpartner

Marisa Timm

Joshua Good

Projektleitung
joshua.good@ezs.ch

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